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Elektronikversicherung

Elektronikversicherung: wenn ein Defekt den Arbeitsalltag stoppt

Server, Diagnosegerät oder mobile Messtechnik: Ein einzelnes Gerät kann für viele Aufträge entscheidend sein. Die gewerbliche Elektronikversicherung verbindet Schutz für unvorhergesehene Geräteschäden mit den vereinbarten Kosten für Wiederherstellung, Software und Ersatzlösungen.

Technikerin prüft ein elektronisches Messgerät im Labor

Welche Schäden eine gewerbliche Elektronikversicherung auffängt

Ein Kurzschluss ist ein anderes Risiko als ein gestohlener Laptop; ein Bedienfehler etwas anderes als die allmähliche Alterung eines Akkus. Elektronikversicherungen werden häufig als Allgefahrendeckung für unvorhergesehene Sachschäden ausgestaltet. Die Ausschlüsse und die Beschreibung versicherter Geräte entscheiden über den Einzelfall.

Bei AXA werden Elektronik- und Softwareschäden sowie ergänzende Unterbrechungsrisiken als kombinierbare Bausteine behandelt. Das ist für Betriebe wichtig, deren Arbeitsablauf vom selben Gerät abhängt. Eine Erstattung des Hardwarewerts allein beseitigt beispielsweise noch keine Datenverluste und ersetzt keine laufenden Einnahmen.

Hardware

Reparatur oder Ersatz des versicherten Geräts nach einem gedeckten Sachschaden.

Software und Daten

Wiederherstellung nur innerhalb der vereinbarten Softwaredeckung und ihrer Voraussetzungen.

Mehrkosten

Zeitweilige Ersatztechnik oder Ausweichbetrieb, soweit der gewählte Baustein greift.

Elektronikversicherung der VHV: vier Jahresbeiträge nachvollziehen

Die folgenden Rechnungen beruhen auf dem VHV-Antrag zur Erweiterten Elektronik-Pauschal-Versicherung, Stand April 2025. Gerechnet wird ohne Beitragsnachlässe bei jährlicher Zahlung und mindestens einem Jahr Vertragsdauer. Der allgemeine Hardware-Selbstbehalt beträgt 150 € je Versicherungsfall; Sonderfälle können andere Selbstbehalte haben.

Die Basisprämie beträgt 3,6 Promille der Versicherungssumme, mindestens 145 € netto. Mobile Mess- und Prüftechnik wird im dargestellten Baustein mit 5 Promille, mindestens 200 € netto gerechnet; Medizintechnik mit 4,5 Promille, mindestens 200 € netto. Die Zuschläge beschreiben diese konkreten Varianten, nicht sämtliche Gerätearten.

VHV-BeispielprofilVersicherungssummeNetto / JahrInkl. 19 % Steuer / Jahr
Büroelektronik, Basisdeckung20.000 €145 € Mindestbeitrag172,55 €
Betriebliche Elektronik, Basisdeckung50.000 €180 €214,20 €
Mit mobiler Mess-/Prüftechnik50.000 €250 €297,50 €
Mit geeigneter Medizintechnik50.000 €225 €267,75 €

Die Geräteauswahl gehört zur Beitragsrechnung

Beim Messgerätebaustein gilt ein Wertlimit von 25.000 € je mobilem Gerät; Geräte über zehn Jahre sind dort ausgeschlossen. In der dargestellten Medizintechnikvariante sind unter anderem Endoskope, CT- und MRT-Anlagen sowie Geräte über zehn Jahre nicht enthalten.

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Laptop, Messgerät oder Server: der Einsatzort verändert das Risiko

Ein Server steht üblicherweise an einem festen Standort. Ein Messgerät wird transportiert, auf Baustellen abgestellt und im Fahrzeug verwahrt. Diese Abläufe benötigen unterschiedliche Vereinbarungen. Nennen Sie deshalb nicht nur den Gesamtwert, sondern auch den höchsten Einzelwert und den Auslandsanteil.

Prüfen Sie besonders Diebstahl aus Fahrzeugen, Nachtzeiten, unbeaufsichtigte Aufbewahrung und den Transport durch Dritte. Bei mobilen Geräten kann ein prozentualer Selbstbehalt deutlich höher ausfallen als der allgemeine feste Selbstbehalt. Geleaste Elektronik und Geräte von Mitarbeitern müssen nach Eigentum und Gefahrtragung zugeordnet werden.

Gerät / EinsatzAngabe für den Versicherungsvergleich
BüroserverNeuwert, Datensicherung, Betriebsstätte, Abhängigkeit weiterer Arbeitsplätze
Laptop unterwegsAuslandsnutzung, Fahrzeugaufbewahrung, Ersatzbeschaffung und Zugriffsschutz
VermessungsgerätEinzelwert, Alter, Baustellen- und Außeneinsatz
Medizinisches DiagnosegerätGeräteart, Alter, Wartung, Wiederbeschaffungszeit und Betriebsbereitschaft

Elektronikversicherung, Datensicherung und Cyberdeckung zusammendenken

Ein beschädigter Datenträger kann Reparaturkosten und Wiederherstellungskosten auslösen. Eine Cyberattacke kann dagegen völlig ohne physischen Geräteschaden den Betrieb lahmlegen. Eine Elektronikversicherung ist deshalb keine automatische Cyberversicherung. Das gilt auch dann, wenn der Vertrag einen Softwarebaustein enthält.

Für Daten und Programme sollte feststehen, welche Sicherungskopien vorausgesetzt werden, welche Kosten erstattet werden und ob auch fremde Daten versichert sind. Eine Versicherung ersetzt kein verlässliches Backup. Notieren Sie, wer Datensicherungen erstellt, wo sie liegen und wie die Wiederherstellung getestet wird.

Fiktives Beispiel: Diagnose-PC fällt aus

Der PC lässt sich ersetzen. Die Werkstatt benötigt aber auch ihre Kundendaten, Werkstattsoftware und ein betriebsbereites Ersatzsystem. Diese Kostenpositionen sollten vor einem Schaden einzeln im Angebot geprüft werden.

Wo der Elektronikschutz endet

Normaler Verschleiß und bereits bekannte Defekte sind kein Anlass, nachträglich eine Elektronikversicherung für die Reparatur abzuschließen. Prüfen Sie für Ihre Geräte, welche plötzlich eintretenden Schäden versichert sind, welche Wartung vorgeschrieben ist und ob Ansprüche gegen den Hersteller bestehen.

Bei mehreren bestehenden Verträgen lohnt eine Deckungsabstimmung. Feuer- oder Einbruchschutz kann bereits in einer Inhaltsversicherung enthalten sein. Eine Elektronikversicherung sollte die tatsächliche Lücke schließen. Ein Gefahrenausschluss zur Vermeidung von Überschneidungen darf erst vereinbart werden, wenn die andere Deckung verlässlich feststeht.

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Ersatzgerät und Wiederanlauf: mehr als der reine Kaufpreis

Fällt ein Spezialgerät aus, können Mietgeräte, Umrüstung, Expressbeschaffung und Mehrarbeit nötig werden. Ob diese Aufwendungen versichert sind, hängt vom Mehrkosten- oder Unterbrechungsbaustein ab. Ermitteln Sie eine realistische Ersatzbeschaffungszeit einschließlich Installation und Abnahme.

Für die Anfrage genügen zunächst eine Geräteliste mit Werten, Angaben zum Betrieb, zu Standorten und mobilen Einsätzen sowie zu Vorschäden. Bei einem Schaden helfen Seriennummer, Anschaffungsbeleg, Fotos und eine technische Fehlerbeschreibung. Bewahren Sie beschädigte Teile bis zur Abstimmung auf.

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Fragen zur Elektronikversicherung

Wie viel kostet eine Elektronikversicherung für ein kleines Büro?

Nach dem dargestellten VHV-Tarifstand April 2025 kostet die Basis-Elektronikdeckung für 20.000 € Versicherungssumme 172,55 € einschließlich 19 % Versicherungssteuer jährlich. Gerechnet wird ohne Nachlässe, bei Jahreszahlung, mindestens einem Jahr Vertragsdauer und 150 € allgemeinem Hardware-Selbstbehalt.

Sind Geräte im Homeoffice mitversichert?

Die Elektronikversicherung muss den Einsatz außerhalb der Betriebsstätte zulassen. Homeoffice, mobile Nutzung und privat angeschaffte Arbeitsgeräte sollten deshalb ausdrücklich im Antrag genannt werden.

Deckt eine Elektronikversicherung Verschleiß?

Normaler Verschleiß und laufende Wartung sind kein Ersatz für einen unvorhergesehenen Sachschaden. Die Elektronikversicherung richtet sich nach den vereinbarten Gefahren und Ausschlüssen; bekannte Mängel müssen offengelegt werden.

Was bedeutet pauschale Elektronikversicherung?

Eine pauschale Elektronikversicherung fasst die vereinbarten elektronischen Geräte zu einer versicherten Gruppe zusammen. Geben Sie dafür den Gesamtwert richtig an und klären Sie, ob besondere Geräte separat aufgeführt werden müssen.

Ist Software automatisch mitversichert?

Eine Elektronikversicherung kann einen Softwarebaustein enthalten. Dessen Summe, Selbstbehalt und Wiederherstellungsvoraussetzungen können sich von der Hardwaredeckung unterscheiden. Ohne passende Vereinbarung ist nicht jeder Datenverlust eingeschlossen.

Ersetzt Elektronikschutz eine Cyberversicherung?

Die Elektronikversicherung schützt vor vereinbarten Geräteschäden und Zusatzkosten. Cybervorfälle wie Ransomware, Datenmissbrauch und reine Systemblockaden benötigen eine gesonderte Prüfung; physische Hardware muss dabei nicht beschädigt sein.

Sind medizinische Geräte im normalen Elektroniktarif enthalten?

Für Medizintechnik braucht die Elektronikversicherung häufig eine besondere Vereinbarung. Das dargestellte VHV-Beispiel schließt etwa Endoskope sowie CT- und MRT-Anlagen aus und setzt Altersgrenzen voraus.

Kann ein Ersatzgerät bezahlt werden?

Die Elektronikversicherung kann notwendige Ersatztechnik über einen Mehrkostenbaustein finanzieren. Entschädigungsgrenze, Dauer, zeitlicher Selbstbehalt und der auslösende versicherte Schaden sind dabei entscheidend.

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