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Firmeninhaltsversicherung

Firmeninhaltsversicherung: Waren und Betriebseinrichtung nach einem Schaden ersetzen

Ein Brand trifft den Warenbestand, ein Rohrbruch die Einrichtung, ein Einbruch die Arbeitsgeräte: Die Firmeninhaltsversicherung schützt die Sachwerte, mit denen Ihr Betrieb arbeitet. Versicherungssumme, Lagerorte und Gefahren müssen zusammenpassen, damit aus einem Schaden keine dauerhafte Finanzierungslücke wird.

Inhaberin prüft Warenbestand und Geschäftseinrichtung eines Fahrradladens

Was die Firmeninhaltsversicherung im Betrieb schützt

Zur Geschäftseinrichtung gehören nicht nur Schreibtische und Regale. Werkzeuge, Maschinen, Kassentechnik, Waren und Vorräte können den größten Teil des Betriebsvermögens ausmachen. Auch gemietete oder geleaste Sachen und vom Mieter bezahlte Einbauten sollten bei der Bestandsaufnahme ausdrücklich genannt werden. Wer die Gefahr für eine Sache trägt, ergibt sich gegebenenfalls aus dem Miet- oder Leasingvertrag.

Die Firmeninhaltsversicherung ist eine Sachversicherung. Sie ersetzt keine Haftpflichtdeckung für Schadenersatzansprüche eines Kunden. Brennt Ihre eigene Ware, ist der Inhaltsvertrag betroffen; beschädigt Ihr Mitarbeiter die Ware eines Auftraggebers, muss die Haftpflichtfrage gesondert geprüft werden. Ein Warenlager außerhalb der Hauptadresse gehört in die Risikobeschreibung.

Einrichtung

Werkbänke, Regale, Möbel und technische Betriebseinrichtung.

Waren und Vorräte

Rohstoffe, Halbfertigprodukte, fertige Waren und saisonale Lagerbestände.

Fremdes Eigentum

Kundenware oder Leasinggeräte nur innerhalb der vereinbarten Sach- und Interessenbeschreibung.

Benannte Gefahren oder Allgefahren: was der Inhaltsvertrag tatsächlich abdeckt

Bei einer Deckung gegen benannte Gefahren müssen Schadenursache und vereinbarter Baustein zusammenpassen. Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl sowie Sturm und Hagel werden häufig zu einem Paket verbunden. Überschwemmung durch Starkregen oder Rückstau kann einen zusätzlichen Elementarbaustein voraussetzen. Wasser ist daher nicht automatisch immer Leitungswasser.

Eine Allgefahrendeckung beginnt an einer anderen Stelle: Unvorhergesehene Sachschäden sind grundsätzlich im vereinbarten Umfang erfasst, sofern kein Ausschluss greift. Auch dann bleiben Verschleiß, bekannte Vorschäden oder bestimmte Sachen außerhalb des Schutzes. Lassen Sie den Unterschied am eigenen Arbeitsablauf erklären, etwa beim Fallenlassen eines Geräts oder bei einem offen stehen gelassenen Fenster.

AuslöserWichtige Vertragsfrage
Einbruch ins LagerWelche Sicherungen und Einbruchmerkmale verlangt der Versicherer?
Wasser aus einer LeitungSind auch Zuleitungen, Nässeschäden und erforderliche Aufräumkosten erfasst?
Starkregen von außenIst Elementarschutz einschließlich Rückstau vereinbart?
Bedienfehler am ArbeitsgerätReicht der Inhaltsvertrag oder ist Elektronik-/Maschinenschutz nötig?

Neuwert ermitteln: Buchwerte reichen für die Inhaltsversicherung häufig nicht

Die Versicherungssumme sollte zu den vertraglich versicherten Wiederbeschaffungswerten passen. Ein vollständig abgeschriebener Computer hat in der Buchhaltung möglicherweise keinen Restwert mehr. Ein vergleichbares neues Arbeitsgerät müssen Sie nach einem Totalschaden trotzdem bezahlen. Für die Ermittlung werden deshalb Inventarlisten, Ersatzbeschaffungspreise und Warenbestände zusammen betrachtet.

Eine beispielhafte Inventur von 20.000 € Einrichtung, 15.000 € Technik und 35.000 € Waren ergibt 70.000 € Sachwerte. Das ist eine reine Rechenhilfe und kein Tarifangebot. Erhöht sich das Weihnachtslager um weitere 25.000 €, muss auch die saisonale Spitze berücksichtigt sein. Eine Vorsorgeklausel hat eigene Grenzen und ersetzt keine laufende Aktualisierung.

Unterversicherungsverzicht ist keine unbegrenzte Deckung

Ein wirksam vereinbarter Unterversicherungsverzicht kann eine anteilige Kürzung verhindern. Die Versicherungssumme und besondere Entschädigungsgrenzen bleiben trotzdem maßgeblich.

Floristin erfasst Einrichtung, Arbeitsmittel und Waren ihres Blumenladens

Einrichtung und Geräte für die Angebotsanfrage erfassen ↗

Hiscox-Inhaltsversicherung: ein konkreter Beitrag für ein kleines Ladengeschäft

Für einen Laden mit 30.000 € Jahresumsatz und 10.000 € Inhaltsdeckung veröffentlicht Hiscox einen Einstieg von 11,25 € netto als Monatsäquivalent bei Jahreszahlung und drei Jahren Laufzeit. Das ergibt 135 € netto beziehungsweise 160,65 € einschließlich 19 % Versicherungssteuer pro Jahr.

Im veröffentlichten Preisbeispiel fehlt die Angabe zum Selbstbehalt. Lassen Sie diesen im persönlichen Angebot nennen. Höhere Warenwerte, zusätzliche Gefahren und andere Betriebsarten verändern den Beitrag. Ein gewünschter Schutz bei Betriebsunterbrechung muss zusätzlich im Angebot aufgeführt sein.

BerechnungsmerkmalVeröffentlichtes Beispiel
BetriebLadengeschäft
Jahresumsatz30.000 €
Versicherungssumme Inhalt10.000 €
Vertragsdauer / Zahlung3 Jahre / jährlich
Nettobeitrag pro Jahr135 €
Versicherungssteuer 19 %25,65 €
Jahresbeitrag einschließlich Steuer160,65 €
SelbstbeteiligungIm Preisbeispiel nicht angegeben

Firmeninhaltsversicherung für meinen Betrieb anfragen ↗

Nach einem Sachschaden: Wiederbeschaffung und Ertragsausfall getrennt planen

Die neue Einrichtung allein bezahlt noch keine laufenden Gehälter während einer mehrwöchigen Schließung. Für den entgangenen Betriebsgewinn und fortlaufende Kosten ist eine Betriebsunterbrechungs- oder Ertragsausfalldeckung nötig. Prüfen Sie, ob deren versicherte Gefahren mit dem Inhaltsvertrag übereinstimmen.

Besonders bei Spezialmaschinen zählen Lieferzeit, Einbau, Abnahme und Wiederanlauf. Eine Haftzeit kann bereits ablaufen, obwohl neue Teile noch nicht geliefert wurden. Das sollten Produktion, Buchhaltung und Versicherungsberatung gemeinsam anhand realer Ersatzbeschaffungszeiten betrachten.

Beispiel: Wasser im Lager

Durchnässte Waren müssen entsorgt werden. Zusätzlich können Lagerumzug und Aufräumarbeiten Kosten auslösen.

Beispiel: Einbruch in die Werkstatt

Gestohlene Diagnosegeräte fehlen sofort im Arbeitsablauf. Der Wert des Geräts und die Kosten einer Ersatzlösung sind verschiedene Positionen.

Außenversicherung, Homeoffice und mehrere Betriebsstätten richtig angeben

Geräte wechseln heute zwischen Büro, Kundenstandort und Homeoffice. Der räumliche Schutz einer Inhaltsversicherung folgt nicht automatisch jeder dieser Bewegungen. Beschreiben Sie feste Lagerorte, mobile Geräte, Transporte und die Aufbewahrung in Fahrzeugen. Gerade Diebstahl aus einem abgestellten Fahrzeug kann besondere Anforderungen auslösen.

Für ein vergleichbares Angebot benötigen wir Tätigkeit, Versicherungsorte, Sachwerte, Sicherungen, gewünschte Gefahren und die Schadenhistorie. Ergänzend helfen Fotos der Lagerung und eine Trennung von Einrichtung und Waren. Bei einem Umzug sollte die Übergangszeit mit zwei Standorten ausdrücklich vereinbart werden.

Hiscox-Gewerbeschutz einordnen ↗

Elektronische Betriebseinrichtung gezielt absichern ↗

Fragen zur Firmeninhaltsversicherung

Sind Inhaltsversicherung und Betriebshaftpflicht dasselbe?

Die Firmeninhaltsversicherung schützt vereinbarte Sachwerte Ihres Betriebs. Die Betriebshaftpflicht behandelt dagegen Ansprüche anderer Personen gegen den Betrieb. Ein beschädigter eigener Warenbestand und eine Schadenersatzforderung eines Kunden sind deshalb verschiedene Versicherungsfälle.

Was kostet eine kleine Firmeninhaltsversicherung?

Das dargestellte Hiscox-Ladenprofil kostet ab 160,65 € einschließlich Versicherungssteuer jährlich: 30.000 € Jahresumsatz, 10.000 € Inhaltsdeckung, Jahreszahlung und drei Jahre Laufzeit. Der Selbstbehalt ist in der Preisfußnote nicht angegeben. Für andere Betriebe muss neu gerechnet werden.

Sind Waren außerhalb des Geschäfts mitversichert?

Bei der Firmeninhaltsversicherung hängt das von Versicherungsorten, Außenversicherung und besonderen Lager- oder Transportvereinbarungen ab. Ein zusätzlich angemietetes Lager sollte vor der Einlagerung angemeldet werden.

Zahlt die Inhaltsversicherung bei einfachem Diebstahl?

Eine Firmeninhaltsversicherung gegen Einbruchdiebstahl deckt nicht automatisch jeden einfachen Diebstahl. Umfangreichere Verträge können andere Regelungen enthalten; entscheidend sind Schadenursache, Aufbewahrung und die vereinbarte Klausel.

Wie wird eine Unterversicherung vermieden?

Für die Firmeninhaltsversicherung wird der aktuelle versicherte Sachwert ermittelt, nicht nur der Bilanzwert. Neue Anschaffungen, Preissteigerungen und saisonale Warenbestände müssen berücksichtigt werden. Ein Unterversicherungsverzicht sollte ausdrücklich bestätigt sein.

Gehören Kundensachen zur Inhaltsversicherung?

Kundensachen können als fremdes Eigentum in der Firmeninhaltsversicherung erfasst sein, wenn der Vertrag dies vorsieht. Die eigene Haftung für beschädigte Kundensachen ist zusätzlich in der Betriebshaftpflicht zu prüfen.

Reicht die Inhaltsversicherung bei einer Betriebsschließung?

Die Firmeninhaltsversicherung ersetzt die versicherten Sachschäden. Laufende Kosten und entgangener Gewinn während der Wiederherstellung benötigen eine passende Ertragsausfall- oder Betriebsunterbrechungsdeckung.

Kann ich die Inhaltsversicherung bei einem Umzug behalten?

Ein Standortwechsel lässt sich häufig über eine Vertragsanpassung begleiten. Bei der Firmeninhaltsversicherung müssen neue Adresse, Nutzung, Sicherungen und eine mögliche Überschneidung beider Betriebsstätten rechtzeitig angegeben werden.

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