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Managementberater · Berufshaftpflicht

Managementberatung absichern, wenn Empfehlungen die Unternehmensführung verändern

Managementberater entwickeln Entscheidungsgrundlagen für Führung, Organisation und wirtschaftliche Steuerung. Ein Fehler kann mehrere Unternehmensbereiche gleichzeitig betreffen. Die Berufshaftpflicht sollte deshalb zur Tiefe Ihrer Analyse, zur Umsetzungsbegleitung und zu den vertraglich übernommenen Aufgaben passen.

Managementberater im Gespräch mit der Geschäftsführung eines Unternehmens

Managementberater haften für vereinbarte Sorgfalt, nicht für jeden Markterfolg

Die Berufshaftpflicht eines Managementberaters prüft Schadenersatzforderungen wegen fehlerhafter Beratung. Dazu gehört die Frage, welche Daten er prüfen sollte, welche Annahmen er offengelegt hat und wie der Kunde die Empfehlung umgesetzt hat. Entwickelt sich das Unternehmen schlecht, ohne dass dem Berater ein Fehler vorzuwerfen ist, wehrt der Versicherer unberechtigte Ansprüche ab.

Dokumentieren Sie deshalb Datenstand, Entscheidungsalternativen und Grenzen der Untersuchung. Wer mit unvollständigen Informationen arbeitet, sollte dies kenntlich machen. Eine Versicherung ersetzt diese Arbeit nicht, kann aber bei einem späteren Vorwurf Abwehr und gedeckte Entschädigung bieten.

Schadenbeispiel: Ein Organisationskonzept übersieht eine Abhängigkeit

Fiktiver Fall: Ein Managementberater entwickelt die Zusammenlegung zweier Serviceeinheiten. Eine vertraglich zu prüfende Schnittstelle bleibt unberücksichtigt. Nach der Umstellung müssen externe Kräfte länger eingesetzt werden. Der Kunde fordert die zusätzlichen Kosten zurück.

Die Berufshaftpflicht untersucht, ob diese Folge auf einen Beratungsfehler zurückgeht oder etwa auf eine abweichende Umsetzung des Auftraggebers. Auch die Höhe und Angemessenheit der geforderten Kosten wird geprüft. Eigene Nacharbeit am Konzept ist davon zu unterscheiden.

Analyse

Welche Schnittstellen waren zu untersuchen?

Entscheidung

Welche Empfehlungen wurden freigegeben?

Umsetzung

Welche Abweichungen gab es nach der Beratung?

Managementberater-Beiträge für 100.000 € Jahresumsatz

Markel Pro Berater, Antrag Version 2, ermöglicht für ein geeignetes Managementberatungsprofil bis 100.000 € Umsatz folgende Rechnung. Die VSH hat 0 € Selbstbehalt und eine Jahreshöchstleistung von drei Versicherungssummen. Zugrunde liegen ein Jahr Laufzeit und jährliche Zahlung ohne Rabatte.

Eine höhere Summe kann sinnvoll sein, wenn mehrere Standorte oder große Budgets von Ihren Empfehlungen betroffen sind. Das eigene Beratungshonorar begrenzt den möglichen Kundenschaden nicht automatisch. Vertraglich vereinbarte Haftungsgrenzen müssen wirksam sein und zur Deckung passen.

VSH-DeckungNetto jährlichInklusive 19 % Steuer
500.000 €405 €481,95 €
1 Mio. €515 €612,85 €
3 Mio. €630 €749,70 €

Managementberatung passend versichern lassen ↗

Operative Befugnisse und Organfunktion prüfen

Managementberatung kann von Analyse bis zur operativen Leitung reichen. Wenn Sie Entscheidungen selbst treffen, Budgets freigeben oder eine formelle Geschäftsführungsrolle übernehmen, muss der Versicherungsschutz dazu passen. Eine Berater-VSH und eine D&O erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Im Markel-Beraterkonzept ist Interim-Management ohne Organfunktion im beschriebenen Tätigkeitsbereich vorgesehen; organschaftliche Aufgaben benötigen eine entsprechende Vereinbarung. Für andere Anbieter gelten deren Bedingungen. Prüfen Sie auch, ob eine D&O des Kunden Sie persönlich und für das konkrete Mandat einschließt.

Managementberaterin beurteilt Produktionsabläufe von einem sicheren Betriebssteg aus

Interim-Manager und D&O ↗

Haftungsklauseln und freie Spezialisten

Managementberater sollten Freistellungen, feste Erfolgsgarantien und Vertragsstrafen vor Annahme eines Mandats abgleichen lassen. Nicht jede Verpflichtung wird allein durch eine hohe Deckungssumme versicherbar. Besonders wichtig ist dies bei internationalen Kundenverträgen und bei Ansprüchen nach ausländischem Recht.

Beauftragen Sie freie Spezialisten, sind Ihre Haftung für deren Arbeit und deren eigene Deckung zu unterscheiden. Auch gemeinschaftliche Projekte mit mehreren Beratungsunternehmen sollten in Verantwortlichkeiten, Freigaben und Versicherungsschutz nachvollziehbar organisiert sein.

Beratungsprojekte als Grundlage des Angebots

Für das Angebot sind Umsatz, Beratungsfelder, typische Projektgröße und größte Kundenmandate hilfreich. Nennen Sie Umsetzungsaufgaben, Entscheidungsbefugnisse, freie Mitarbeiter und Auslandsgeschäft. Kundenanforderungen an Versicherungssummen können direkt berücksichtigt werden.

Eine optionale Betriebshaftpflicht ergänzt Vor-Ort-Risiken. Im dargestellten Markel-Umsatzprofil kostet 3-Mio.-€-Deckung 60 € netto / 71,40 € brutto jährlich zusätzlich, mit 250 € Sachschaden-Selbstbehalt und 0 € bei Personenschäden. Eigene IT-Ausfälle und Sachwerte bleiben separate Themen.

Strategieberater und Investitionsentscheidungen ↗

Organisationsberater im Veränderungsprojekt ↗

Controller: Zahlen und Planungsgrundlagen ↗

Managementberatung: Fragen zu VSH und Geschäftsführungsrisiken

Welche Schäden deckt Managementberater-Berufshaftpflicht?

Die Berufshaftpflicht eines Managementberaters prüft finanzielle Forderungen wegen behaupteter Beratungsfehler. Sie ersetzt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab. Entscheidend ist, ob ein Fehler des Beraters den Schaden verursacht hat – nicht allein, ob sich das Unternehmen schlechter entwickelt hat als erhofft.

Was kostet 1 Mio. € Haftpflichtdeckung für Managementberater?

Im Markel-Beispiel bis 100.000 € Umsatz kostet 1 Mio. € VSH 515 € netto / 612,85 € inklusive 19 % Steuer jährlich. Ein Jahr Laufzeit, jährliche Zahlung und 0 € VSH-Selbstbehalt sind zugrunde gelegt.

Ist die operative Umsetzung in der Managementberater-Versicherung enthalten?

Operative Umsetzung muss zum versicherten Managementberatungsprofil passen. Technische Arbeiten, besondere Entscheidungsbefugnisse und Organfunktionen sind ausdrücklich abzugleichen.

Ersetzt D&O die Managementberater-Berufshaftpflicht?

Eine D&O-Versicherung schützt bei persönlicher Haftung aus einer Organfunktion, etwa als Geschäftsführer. Die Berufshaftpflicht eines Managementberaters betrifft dagegen Fehler aus externen Beratungsaufträgen. Übernehmen Sie beide Rollen, sollten Sie beide Bereiche im Angebot berücksichtigen lassen.

Sind freie Spezialisten über den Managementberater versichert?

Bei freien Spezialisten ist zu klären, ob die Managementberater-Police die eigene Haftung für deren Arbeit erfasst und ob die Spezialisten persönlich eingeschlossen sind. Das sind unterschiedliche Deckungsfragen.

Muss ein Managementberater Auslandskunden angeben?

Managementberater sollten Auslandskunden und relevante Gerichtsstände angeben. Ein weltweiter Tätigkeitsbereich bedeutet nicht automatisch identische Bedingungen für alle Länder und Rechtsordnungen.

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