Internet-Provider-Haftpflicht nach den angebotenen Diensten
Ein Internet-Provider kann Zugangsdienste, Hosting, Domains, E-Mail oder verwaltete Systeme anbieten. Für die Versicherung ist wichtig, welche Leistungen selbst erbracht und welche von weiteren Anbietern bezogen werden. Die Verantwortung gegenüber dem Kunden kann auch dann bestehen, wenn Teile der technischen Leistung ausgelagert sind.
Beschreiben Sie Netze, Kundenstruktur und die betreuten Anwendungen. Ein lokaler Geschäftskundenprovider hat andere Ausfallfolgen als ein Anbieter einzelner privater Hostingpakete. Die Deckungssumme sollte nicht nur am Umsatz ausgerichtet werden, sondern auch an möglichen gleichzeitigen Forderungen mehrerer Kunden.
Zugang
Verbindung, Bandbreite und vereinbarter Leistungsumfang.
Hosting
Betrieb von Anwendungen, Websites oder E-Mail-Diensten.
Verwaltung
Konfiguration, Updates und zusätzliche Betreuung.
Eine fehlerhafte Netzänderung trifft mehrere Kunden
Ein Provider spielt eine falsche Konfiguration ein und unterbricht dadurch Dienste für mehrere Unternehmen. Kunden verlangen Ersatz für zusätzliche Aufwendungen. Die IT-Haftpflicht prüft die versicherte Verantwortlichkeit und die einzelnen Ansprüche. Mehrere Forderungen können nach den Bedingungen als zusammengehöriger Schaden behandelt werden.
Gerade deshalb sind neben der Versicherungssumme auch Regeln für zusammenhängende Schäden und die Jahreshöchstleistung wichtig. Dokumentieren Sie Änderungen, Freigaben und die Wiederherstellung. Die eigene Reparatur der Infrastruktur ist von Ersatzansprüchen der Kunden zu unterscheiden.

Beitragsrechnungen für einen Internet-Provider bis 500.000 € Umsatz
| Internet-Provider bis 500.000 € Umsatz | Netto/Jahr | Brutto/Jahr |
|---|---|---|
| 1 Mio. € VSH | 640,00 € | 761,60 € |
| 3 Mio. € VSH | 855,00 € | 1.017,45 € |
Markel Pro IT, Version 2, nennt Internetprovider als versicherbare Tätigkeit. Die VSH-Rechnungen setzen Jahreszahlung, ein Jahr Laufzeit und 250 € Selbstbehalt ohne Rabatte voraus. Die Versicherungssumme ist dreifach im Jahr verfügbar. Die Bruttowerte enthalten 19 % Versicherungsteuer.
Die konkrete Annahme muss zum beschriebenen Providerbetrieb passen. Eigene Infrastruktur, Cyber-Eigenschäden und zusätzlich benötigte Betriebshaftpflicht sind hier nicht eingerechnet. Bei mehreren gleichzeitig betroffenen Kunden kann eine höhere Summe erforderlich sein; die Tabelle ist keine allgemeine Empfehlung für jeden Netzbetrieb.
Verfügbarkeit, Gutschriften und Haftpflichtansprüche unterscheiden
Providerverträge enthalten häufig Servicevereinbarungen. Eine zugesagte Verfügbarkeit, eine Gutschrift bei Unterschreitung und ein zusätzlicher Schadenersatzanspruch sind nicht dasselbe. Prüfen Sie, welche Verpflichtungen die IT-Haftpflicht erfasst. Eine freiwillige Zahlungspflicht aus einer Garantie ist nicht automatisch ein versicherter Schaden.
Auch Wartungsfenster, Reaktionszeiten und Ausschlüsse für kundenseitige Ursachen sollten verständlich vereinbart sein. Bei bezogenen Vorleistungen ist wichtig, welche Ansprüche gegen den technischen Partner bestehen. Die Haftpflicht ersetzt keine sorgfältige Abstimmung zwischen Kundenvertrag und Vorleistungsvertrag.
| Vertragsbestandteil | Versicherungsfrage |
|---|---|
| Verfügbarkeitszusage | Umfang der übernommenen Verpflichtung |
| Servicegutschrift | Vertragliche Leistung statt automatisch Haftpflichtschaden |
| Zusatzforderung des Kunden | Verantwortlichkeit, Schaden und Deckung prüfen |
| Ausfall eines Vorleisters | Eigene Kundenhaftung und möglicher Rückgriff |
Eigene Netz- und Cyberrisiken des Providers
Die IT-VSH betrifft finanzielle Ansprüche anderer. Werden eigene Server beschädigt oder müssen Systeme nach einem Angriff wiederhergestellt werden, geht es um eigene Schäden. Technik-, Sach- und Cyberdeckungen müssen hierfür nach dem tatsächlichen Betrieb ausgewählt werden.
Berücksichtigen Sie Abhängigkeiten von Strom, Kühlung und externen Verbindungen. Nicht jede Ursache eines Ausfalls wird durch denselben Baustein abgedeckt. Für ein Angebot sind deshalb technische Beschreibung, Ausweichmöglichkeiten und vorhandene Verträge hilfreicher als eine pauschale Angabe Internetdienstleistungen.
Rechenzentrumsbetreiber: Infrastruktur und Betrieb ↗
Haftpflicht für Internet-Provider: Antworten zum Vertrag
Welche Haftpflicht braucht ein Internet-Provider?
Ein Internet-Provider benötigt eine passende IT-Haftpflicht für versicherte Kundenansprüche aus seinen Netzdiensten. Zugang, Hosting und Verwaltung sollten konkret beschrieben sein. Eigene Technik und Cyberkosten sind zusätzlich zu versichern.
Was kostet die Provider-VSH mit 3 Mio. € Deckung?
Markel Pro IT ergibt bis 500.000 € Umsatz 855 € netto beziehungsweise 1.017,45 € brutto jährlich bei 3 Mio. € VSH. Für den versicherten Providerbetrieb gelten 250 € Selbstbehalt, Jahreszahlung, ein Jahr Laufzeit und keine Rabatte; enthalten sind 19 % Versicherungsteuer.
Sind alle Kundenausfälle automatisch versichert?
Die Provider-Haftpflicht prüft Ursache, Verantwortlichkeit und Anspruch. Ein Ausfall allein bedeutet keine automatische Zahlung. Vertragliche Garantien und eigene Wiederherstellungskosten sind getrennt zu betrachten.
Warum sind zusammenhängende Schäden bei Providern wichtig?
Ein einzelner Providerfehler kann viele Kunden treffen. Die IT-Haftpflicht kann zusammengehörige Forderungen nach ihren Bedingungen bündeln. Deshalb sind Einzelschadensumme und Jahreshöchstleistung gemeinsam zu prüfen.
Bezahlt die Provider-Haftpflicht Servicegutschriften?
Servicegutschriften sind vertragliche Leistungen und nicht automatisch ein Haftpflichtschaden. Internet-Provider sollten die Behandlung solcher Zusagen vorab prüfen, statt jede Gutschrift als versicherten Ersatzanspruch anzusehen.
Sind Schäden an eigenen Servern in der VSH enthalten?
Die Provider-VSH schützt vor versicherten Forderungen anderer. Beschädigte eigene Server benötigen passenden Sach- oder Elektronikschutz. Cyber-Wiederherstellung ist ebenfalls ein eigener Bereich.
Was gilt bei Ausfall eines Vorleisters?
Internet-Provider sollten eigene Kundenpflichten und Vorleistungsverträge zusammen betrachten. Die IT-Haftpflicht hängt von versichertem Anspruch und Verantwortung ab; der Hinweis auf einen technischen Partner beantwortet diese Frage nicht allein.
Welche Angaben braucht ein Provider-Angebot?
Dienste, Umsatz, Kundenstruktur, Infrastruktur und Servicezusagen gehören in die Anfrage. Ergänzen Sie Vorleister und mögliche gleichzeitige Ausfallfolgen, damit die Provider-Haftpflicht sinnvoll dimensioniert werden kann.
