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Fabrikationsbetrieb · Betriebshaftpflicht

Betriebshaftpflicht für Fabrikationsbetriebe: Wenn ein Bauteil beim Kunden Schäden auslöst

Ein Fabrikationsbetrieb braucht Haftpflichtschutz für die Arbeit im Werk und für die Folgen seiner ausgelieferten Erzeugnisse. Entscheidend ist, ob fertige Produkte verkauft, Komponenten zugeliefert oder fremde Werkstücke bearbeitet werden. Gerade in Lieferketten kann ein kleiner Fehler weit über den Wert des eigenen Bauteils hinausgehen.

Betriebsleiterin und Techniker besprechen ein Bauteil in einer hellen Fertigungshalle

Fabrikationsbetrieb-Haftpflicht: Der Verwendungszweck Ihrer Produkte entscheidet

Die Betriebshaftpflicht eines Fabrikationsbetriebs sollte beschreiben, was hergestellt wird und wofür die Abnehmer diese Erzeugnisse einsetzen. Ein Gehäuse für eine gewöhnliche Anlage ist anders zu bewerten als ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Nennen Sie deshalb Material, Einsatzgebiet und typische Abnehmer bereits bei der Anfrage.

Auch die Rolle in der Lieferkette zählt: Entwickeln Sie das Produkt selbst, fertigen Sie nach fremden Zeichnungen oder übernehmen Sie zusätzlich Montage und Wartung? Die Haftpflichtversicherung muss die vereinbarten Tätigkeiten zusammen erfassen. Ein späterer Wechsel in ein neues Anwendungsgebiet sollte vor der ersten Lieferung geprüft werden.

Eigene Konstruktion

Entwicklungsleistung und Serienfertigung gemeinsam beschreiben.

Auftragsfertigung

Vorgaben des Kunden und Verantwortung für die Ausführung unterscheiden.

Zulieferung

Weiterverarbeitung und Einbau beim Abnehmer berücksichtigen.

Produkthaftpflicht für Fabrikationsbetriebe: Folgeschaden oder mangelhaftes Teil?

Die Produkthaftpflicht des Fabrikationsbetriebs behandelt versicherte Schadenersatzforderungen wegen gelieferter Erzeugnisse. Muss lediglich das eigene fehlerhafte Teil ersetzt werden, ist das zunächst eine Frage der Vertragserfüllung. Beschädigt dieses Teil dagegen weitere Sachen oder verletzt einen Menschen, entsteht ein anderer Haftungsfall.

Bei einer Serie kann derselbe Fehler mehrere Abnehmer betreffen. Prüfen Sie deshalb neben der Summe je Schaden auch die Jahreshöchstleistung und die Regelung für Serienschäden. Mehrere gemeldete Schäden bedeuten nicht automatisch, dass die volle Versicherungssumme für jeden einzelnen Vorgang erneut bereitsteht.

Beispiel aus der FertigungWelche Deckung ist zu prüfen?
Ein mangelhaftes eigenes Bauteil wird ausgetauschtVertragserfüllung und Gewährleistung
Das Bauteil beschädigt eine fremde AnlageBetriebs- und Produkthaftpflicht
Ein eingebautes Teil muss aufwendig entfernt werdenErweiterte Produkthaftpflicht, insbesondere Aus- und Einbau
Eine ganze Charge wird vorsorglich zurückgerufenGesonderte Rückrufkostendeckung
Techniker kontrolliert die Maße eines gefertigten Metallbauteils am Prüfplatz

Erweiterte Produkthaftpflicht bei Fabrikation für andere Hersteller

Die erweiterte Produkthaftpflicht ist für Fabrikationsbetriebe besonders relevant, wenn Kunden gelieferte Teile verbinden, vermischen, weiterverarbeiten oder einbauen. Dabei können finanzielle Schäden entstehen, obwohl kein zusätzlicher Personen- oder Sachschaden vorliegt. Welche Kosten tatsächlich versichert sind, bestimmen die vereinbarten Bausteine.

Ein Liefervertrag kann außerdem Zusagen enthalten, die über die gesetzliche Haftung hinausgehen. Lassen Sie Haftungsfreistellungen, Qualitätsvereinbarungen und Vertragsstrafen gesondert prüfen. Ein Versicherungsnachweis mit hoher Deckungssumme bestätigt solche Sonderzusagen nicht automatisch.

Lieferverträge mit einreichen

Besonders bei Großkunden hilft eine Prüfung der vereinbarten Haftung, bevor die erste Serienlieferung erfolgt.

Fabrikationsbetrieb-Betriebshaftpflicht: Preisbeispiel Lüftungstechnik

Lüftungstechnik, 1 Mio. € JahresumsatzPro Jahr nettoInklusive 19 % Versicherungssteuer
Ohne erweiterte Produkthaftpflicht1.410,00 €1.677,90 €
Mit erweiterter Produkthaftpflicht1.950,00 €2.320,50 €

Für die Herstellung von Lüftungstechnik enthält der VHV-Tarifstand Dezember 2025 folgende Vergleichsrechnung: 1 Mio. € Jahresumsatz ohne Umsatzsteuer, 5 Mio. € pauschale Deckung, 250 € tariflicher Selbstbehalt. Ohne erweiterte Produkthaftpflicht ergeben sich 1.410 € netto jährlich; mit dieser Erweiterung 1.950 € netto.

Die Berechnung berücksichtigt den jeweiligen Mindestbeitrag und keine zusätzlichen Nachlässe. Die tarifliche Jahreshöchstleistung beträgt das Dreifache der Versicherungssumme. Besondere Selbstbehalte, Vertragslaufzeit, Exporte und die genaue Fertigung müssen im persönlichen Angebot bestätigt werden. Andere Fabrikationsarten haben eigene Beitragssätze.

Nicht nur die Beitragshöhe vergleichen

Die günstigere Variante deckt nicht automatisch die finanziellen Folgen einer Weiterverarbeitung beim Abnehmer.

Fabrikationsbetrieb versichern: Exporte und Umweltanlagen ergänzen

Bei der Betriebshaftpflicht eines Fabrikationsbetriebs sind Absatzländer und Produktverwendung im Ausland wichtig. Direkte Lieferungen in die USA oder nach Kanada können eine besondere Vereinbarung verlangen. Auch indirekte Exporte über Ihre Abnehmer gehören in die Risikobeschreibung.

Für Lackierung, Beschichtung, Öllagerung oder andere umweltrelevante Anlagen ist der passende Umweltschutz zu prüfen. Die Haftpflichtversicherung ersetzt außerdem nicht die eigene Produktionsanlage nach einem Brand. Sachversicherung, Maschinenversicherung und Betriebsunterbrechung schützen andere wirtschaftliche Interessen.

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Fabrikationsbetrieb: Fragen zu Haftpflicht und Lieferketten

Welche Betriebshaftpflicht braucht ein Fabrikationsbetrieb?

Ein Fabrikationsbetrieb benötigt Haftpflichtschutz für seine konkret vereinbarte Herstellung und die Folgen ausgelieferter Produkte. Zulieferung, Montage, Entwicklung und besondere Absatzmärkte sollten ausdrücklich erfasst sein.

Sind Zulieferteile in der Fabrikationsbetrieb-Haftpflicht versichert?

Die Betriebshaftpflicht eines Fabrikationsbetriebs sollte die Zulieferung an andere Hersteller berücksichtigen. Für finanzielle Folgen aus Weiterverarbeitung oder Einbau kann erweiterte Produkthaftpflicht erforderlich sein.

Bezahlt die Fabrikationsbetrieb-Haftpflicht jedes fehlerhafte eigene Produkt?

Nein. Die Betriebshaftpflicht eines Fabrikationsbetriebs ist keine allgemeine Gewährleistungsversicherung. Das eigene mangelhafte Erzeugnis und zusätzliche Schäden beim Kunden müssen getrennt beurteilt werden.

Was kostet Betriebshaftpflicht für einen Fabrikationsbetrieb der Lüftungstechnik?

Das VHV-Beispiel mit Tarifstand Dezember 2025 ergibt bei 1 Mio. € Jahresumsatz, 5 Mio. € pauschaler Deckung und 250 € tariflichem Selbstbehalt 1.410 € netto beziehungsweise 1.677,90 € inklusive 19 % Steuer jährlich ohne erweiterte Produkthaftpflicht. Die Erweiterung erhöht diese Rechnung auf 1.950 € netto.

Sind Rückrufe durch die Fabrikationsbetrieb-Haftpflicht abgedeckt?

Rückrufkosten müssen beim Fabrikationsbetrieb ausdrücklich versichert sein. Die normale Produkthaftpflicht oder eine erweiterte Produkthaftpflicht allein ist dafür keine pauschale Zusage.

Was bedeutet ein Serienschaden für die Fabrikationsbetrieb-Haftpflicht?

Bei der Betriebshaftpflicht des Fabrikationsbetriebs kann eine Serienregelung mehrere gleichartige Schäden zusammenfassen. Deshalb sind diese Klausel und die Jahreshöchstleistung neben der einzelnen Deckungssumme wichtig.

Welche Angaben braucht ein Fabrikationsbetrieb für das Angebot?

Für die Betriebshaftpflicht eines Fabrikationsbetriebs helfen Produktbeschreibung, Umsatz, Abnehmerbranchen, Exportländer, Fertigungsverfahren und vorhandene Schäden. Besondere Liefervereinbarungen sollten beigefügt werden.

Ersetzt die Betriebshaftpflicht die Maschinen des Fabrikationsbetriebs?

Die Betriebshaftpflicht des Fabrikationsbetriebs schützt bei versicherten Ansprüchen anderer. Für Schäden an eigenen Maschinen und den daraus entstehenden Stillstand sind ergänzende Sach- und Ausfalldeckungen zu prüfen.

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